• 022 27 / 46 28
  • info@border-collie-sawasdee.de

Glaukom und Goniodysgenesie (GG)

Glaukom und Goniodysgenesie (GG) 

Goniodysgenesie beschreibt eine Entwicklungsstörung in der Vorderkammer des Auges, bei der es zur Verengung bzw. zum Verschluss

intraokularer Kanäle des iridokornealen Winkels (ICA) kommt, über welchen das überschüssige Kammer-wasser abgeführt wird.

Der erhöhte Druck beschädigt die retinalen Ganglienzellen und kann so zur Glaukombildung und zur Blindheit führen.

Beim Border Collie wurde eine Mutation im Olfactomedin-like 3 – Gen (OLFML3) identifiziert, welche mit der genetischen

Prädisposition für schwerwiegende Goniodysgenesie assoziiert ist. Das OLFML3-Protein ist an der Bildung von Protein-Protein-

Interaktionen, Zelladhäsionen und intrazellulären Interaktionen beteiligt. Bei Einzelnen als heterozygot getesteten Trägern wurde

ebenfalls eine Goniodysgenesie (aber ohne Glaukom) diagnostiziert. Zudem konnte bei mehreren Hunden trotz schwerer

Goniodysgenesie über 15 Jahre und mehr hinweg kein Glaukom festgestellt werden. Aufgrund dieser Beobachtungen wird

angenommen, dass die Entwicklung eines Glaukoms durch eine Kombination sowohl genetischer Faktoren als auch Umwelteinflüssen

und/oder Zufallsfaktoren beeinflusst wird. Zudem kann die beschriebene Variante im OLFLM3-Gen nicht mit der milden Form der

Goniodysgenesie assoziiert werden, was darauf hindeutet, dass die milde Form durch andere genetische Dispositionen bedingt wird. (Quelle Laboklin)

Zur Werkzeugleiste springen